Zu teuer – oder tatsächlich hilfreich?

In Krisenzeiten gehen die meisten Unternehmen dazu über, Einsparungsprogramme zu fahren, Restrukturierungsmaßnahmen einzuleiten und die eigene Effizienz zu steigern wie nie zuvor. Bereits im größten Wirtschaftseinbruch der Nachkriegszeit, der Wirtschaftskrise 2008, trat dieses Phänomen stark an die Oberfläche und zog sich über mehrere Wirtschaftsperioden hinweg, bis erst 2010 ein erneuter, starker Aufschwung begann. Gerade in solchen Phasen müssen Unternehmen also wohlüberlegt handeln, denn gegebenenfalls müssen lange Perioden der Verluste und Einbußen überwunden werden – wann der Markt sich regenerieren wird, ist nicht immer klar vorhersehbar. Es scheint, als sei eine professionelle Beratung genau dann notwendig. Diese kostet jedoch Geld – Geld, welches gegebenenfalls nicht jedes Unternehmen ohne Weiteres ausgeben kann, ohne finanzielle Probleme davonzutragen. Ist eine Unternehmensberatung in Krisenzeiten also zu teuer? Oder lohnt sie sich vielleicht gerade dann, wenn die Situation ansonsten alles andere als rosig aussieht? Wir klären auf.

Was kostet eigentlich ein Unternehmensberater?

Natürlich können wir hier keine genauen Zahlen nennen, was die Preise eines Unternehmensberaters, die durch die Beratung eingesparten Kosten oder das genaue Effizienzwachstum durch die Beratung angeht. Jedoch können wir die Verhältnisse der Kosten, welche bei einer Beratung auf Sie zukommen, genauer erläutern. 

Je nachdem, welches Beratungsunternehmen Sie in Erwägung ziehen, können unterschiedlich hohe Kosten auf Sie zukommen. Der Preis eines Unternehmensberaters hängt nämlich sowohl von dessen Erfahrung als auch von der Größe und Prestige seines Unternehmens ab. Darüber hinaus sind Berater, welche einen hohen Grad der Spezialisierung aufweisen, oftmals teurer als allgemeinere Beratungen. Solche Spezialisierungen können beispielsweise auf eine Branche, einen bestimmten Unternehmensbereich oder auf Prozesse wie das Change Management oder das Personalwesen zutreffen. Je kleiner die Nische, desto spezieller ist also die Qualifikation des Beraters, und desto mehr Zusatzqualifikationen besitzt dieser innerhalb dieser Nische. 

Außerdem variieren die Preise je nach der Art der Beratung, welche Sie in Anspruch nehmen möchten. Die Strategieberatung sticht dabei als die im Durchschnitt teuerste Beratungsform hervor, dicht gefolgt von der Beratung im Bereich des Prozess- und Organisationsmanagement. Beratungen im Bereich des Personalwesen, der Informationstechnik oder der Digitalisierung sind im Verhältnis am günstigsten und kostentechnisch ungefähr gleichauf. 

Die richtige Form der Unternehmensberatung

Wie Sie sehen, ist Unternehmensberatung also nicht gleich Unternehmensberatung, und nicht jede Form der Beratung ist automatisch sehr teuer. Jedoch möchten wir darauf hinweisen, dass es nichts bringt, bei einer Beratungsleistung zu sparen – denn dann kann aus einer eher günstigen Dienstleistung schnell verschwendetes Geld werden. Informieren Sie sich deshalb genau, welche Beratung für Sie nützlich ist, oder besprechen Sie die genaue Art der Beratung mit einem Experten, vorzugsweise Ihrem Unternehmensberater. So können Sie die ideale Leistung in Anspruch nehmen, welche die Bedingungen Ihrer Branche berücksichtigt und in optimaler Form Ihre Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken nutzt und erkennt. Denn nichts ist so ineffizient, wie eine Beratung, welche keine Früchte trägt – und welche Sie wohl dauerhaft davon abhalten wird, Beratungsdienstleistungen wieder zu nutzen, selbst wenn es notwendig wäre.

Aber – ist die Unternehmensberatung in der Krise denn nun zu teuer?

Klar ist, dass die Kosten einer Beratung nicht irrelevant sind. Jedoch zeigen Studien, dass der Durchschnitt der Unternehmen eine Beratung in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten eher in Betracht ziehen würde, und dabei auch bereit ist, höhere Kosten zu akzeptieren. Dies liegt darin begründet, dass das Honorar für einen einzelnen Unternehmensberater oder ein Konglomerat an Beratern einer Firma in den Dimensionen Ihres Gesamtunternehmens oder gar eines Konzerns kaum merklich ins Gewicht fällt. Honorare sind kaum mit den Kosten für die Anschaffung einer Anlage oder mit sonstigen Personalkosten zu vergleichen, und sind darüber hinaus, je nach Beratung, einmalig anfallende Gemeinkosten in einem bestimmten Zeitraum. So schaffen Sie mithilfe einer einmaligen Investition einen dauerhaften Mehrwert und stecken Geld in Ihre eigene Zukunft. Darüber hinaus können die Kosten bestimmter Beratungsleistungen im Rahmen der Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden – hier sollten Sie sich also stets über Ihren Einzelfall informieren.

Leistungen im Überblick – Ihr Vorteil in der Zukunft

Sie werden sich nun wohl fragen, welchen genauen zukünftigen Mehrwert eine Unternehmensberatung für Sie erzeugen kann – denn nur so können Sie herausfinden, ob eine Beratung sich in Ihrem individuellen Fall lohnen wird. Wir möchten Ihre Kreativität hierfür mit einem kurzen Beispiel anregen, und Ihnen das Verständnis vermitteln, welches Ihnen dabei hilft, eine geeignete Beratungsform für sich zu finden.

Der Unternehmer Max Mustermann ist Geschäftsführer eines Unternehmens, welches sich mit der Produktion und dem Vertrieb von Textilartikeln beschäftigt. Sein Unternehmen umfasst 200 Mitarbeiter. Per Definition ist Herr Mustermanns Unternehmen damit ein klassischer Mittelständler. Da Herr Mustermann seine Textilien (Werbeshirts, Taschen, Mützen und vieles mehr) hauptsächlich in der Veranstaltungs- und Messebranche vertreibt und seine Kunden aus dem B2B-Bereich stammen, setzt ihm die Corona-Krise sehr zu. Er kann kaum mehr Textilien vertreiben und muss seine Produktion teilweise sogar stilllegen, da die Auftragsbücher leer bleiben. Max Mustermann ist sich unsicher, in welchem Rahmen er zukünftig agieren soll. Die Veranstaltungsbranche steht vor dem Nichts, welche Möglichkeiten sich hier zukünftig noch ergeben werden, ist unklar. Deshalb wendet er sich an ein Beratungsunternehmen, welches sich auf den Vertrieb von Produkten im Internet und die zugehörigen Strategien spezialisiert hat. Gemeinsam mit seinem Berater entwickelt er eine Strategie, mit welcher er als Mittelsmann mithilfe einer eigenen Website Fanartikel von Firmen, bekannten Persönlichkeiten und Influencern direkt an Privatkunden verkaufen kann. Herr Mustermann macht sich damit von der Veranstaltungsbranche unabhängig, besitzt jedoch weiterhin die Ressourcen, diese Branche auf Anfrage zu bedienen. Er lernt das notwendige Handwerkszeug, welches benötigt wird, um einen IT-Bereich in seinem Unternehmen aufzubauen, der sich um die Betreuung seiner Website kümmert. Darüber hinaus lernt er, sich im Internet korrekt zu vermarkten und investiert in sinnvolle Marketingmaßnahmen. Schon bald flattern die ersten Aufträge und Bestellungen herein, und Max Mustermann kann mithilfe der Zweigleisigkeit aus B2B- und B2C-Verkäufen wieder beginnen, Textilartikel zu produzieren. Damit schafft sich Herr Mustermann in unserem Beispiel eine Zukunft sowie das Potential zum nachhaltigen Wachstum.

Schaffen Sie sich jetzt eine Zukunft!

Genau wie Herr Mustermann in unserem Beispiel können auch Sie mithilfe einer Beratung Ihre Strategie ausbauen, Ihre Prozesse optimieren oder sich im Hinblick auf digitalisierte Vertriebs- oder Verwaltungsmethoden auf den neuesten Stand bringen lassen. Die Corona-Krise kann das geschäftliche Umfeld für Sie und viele Ihrer Konkurrenten dauerhaft verändern – je nach der Branche, in welcher Sie sich bewegen. Am Ende besteht, wer anpassungsfähig und kreativ bleibt, und wer sich nicht unterkriegen lässt. Eine Unternehmensberatung kostet also Geld, welches in der Krise knapp ist – doch mit der richtigen Beratung amortisieren sich diese Kosten schneller als gedacht, und ein nachhaltiger Mehrwert entsteht. 

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