Fachkräftemangel entgegenwirken: Mit diesen Maßnahmen rettest du dein Unternehmen!

Wo früher Unternehmen ihre Mitarbeiter noch aussuchen und sich vor Bewerbungen kaum retten konnten, herrscht heute oft gähnende Leere in den Posteingängen der Personalverantwortlichen. Initiativbewerbungen und massenweise Rücklauf auf eine Stellenanzeige? Fehlanzeige.

Der Fachkräftemangel hat Deutschland fest im Griff. Arbeitskräfte fehlen vom Azubi bis zur Führungskraft an allen Ecken und Enden. Viele Unternehmen wollen arbeiten, haben entsprechende Auftragsanfragen – können diese aber gar nicht bedienen, weil ihnen das Personal dazu fehlt.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du dieses Problem in den Griff bekommen kannst. Du erfährst…

  •  …was Fachkräftemangel bedeutet und welche Ursachen er hat
  • …in welchen Branchen und Berufen der Mitarbeitermangel besonders stark ist
  •  …welche Möglichkeiten es gibt, dennoch Mitarbeiter zu finden
  • …wie du dem Fachkräftemangel bewusst entgegenwirken kannst

Gerade für Unternehmen in Branchen wie der IT wirkt sich der Fachkräftemangel stark aus. Viele Betriebe müssen aufgrund des fehlenden Personals bereits Stammkunden ablehnen – vor allem im Handwerk ist das oft der Fall.

Gerade im Handwerk gibt es aber beispielsweise vielerorts Potenzial, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wir von DRS Consulting sind als Digitalberatung seit mehr als zehn Jahren unter anderem für Handwerksunternehmen aktiv und begleiten Sie aktiv bei Fragen rund um Digitalisierung und die Herausforderung der Mitarbeiterfindung.

Was bedeutet Fachkräftemangel?

Das größte Kapital eines jeden Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Stell dir vor, du hast das bahnbrechendste Produkt, die effizienteste Dienstleistung und die besten Produktionsmöglichkeiten sowie tausende wartende Kunden. Das nützt dir alles nichts, wenn du keine Mitarbeiter hast, die deine Waren produzieren und Dienstleistungen erbringen.

Die Gründe des Fachkräftemangels in Deutschland sind verschieden. Mit der größte Punkt ist einer, auf den sich schwer Einfluss nehmen lässt: der demografische Wandel. Bereits im Jahr 2030 wird die Anzahl erwerbsfähiger Menschen (Alter: zwischen 20 und 65 Jahren) laut den Zahlen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz in Deutschland nur noch bei 45,9 Millionen liegen. Das sind knapp vier Millionen weniger als jetzt. Der Blick in die weitere Zukunft wird noch düsterer. Im Jahr 2060 sollen es über zehn Millionen weniger Erwerbsfähige sein als heute.

Dabei sind Fachkräfte die Treiber der Wirtschaft. Das gilt im Handwerk wie in der IT, im Handel wie in der Industrie und allgemein in jeder Branche. Der Fachkräftemangel setzt vielen Unternehmern zu. Doch was sind die konkreten Folgen?

Die Folgen des Mitarbeitermangels für Deutschland

Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags aus dem Jahr 2021 ergab, dass rund 85 Prozent der befragten Unternehmer mit spürbar negativen Auswirkungen infolge des Fachkräftemangels rechnen. Das sind beinahe alle deutschen Unternehmen. Fast 60 Prozent der Unternehmen rechnen mit weiter steigenden Personalkosten – sowohl allgemein, aber auch speziell für die Rekrutierung neuer Fachkräfte.

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) legt in seiner Erhebung aus dem Jahr 2017 offen, mit welchen Auswirkungen der in Deutschland starke Mittelstand aufgrund des Fachkräftemangels primär zu kämpfen hat:

  • Höhere monetäre Aufwände im Recruiting (85 Prozent)
  • Mehrarbeit für eigene Angestellte (75 Prozent)
  • Gewinneinbruch aufgrund höherer Personalkosten (66 Prozent)
  • Sinkende Wettbewerbsfähigkeit aufgrund der Mehrkosten (59 Prozent)

Um die Folgen des Fachkräftemangels abzumildern, musst du gezielte Maßnahmen ergreifen. Eine davon kann sein, dein Recruiting umzukrempeln und digital aufzubauen. Das hilft doppelt: Zum einen digitalisierst du dein Unternehmen (weiter) und sparst dadurch Prozesskosten, zum anderen gestaltest du dein Recruiting neu und wirst so von Fachkräften besser wahrgenommen.

Fehlen dir Fachkräfte? Willst du dein Recruiting effizient und digital gestalten? Schluss mit Fachkräftemangel: In unserem Recruiting-Videokurs lernst du Schritt-für-Schritt, wie du qualifizierte Fachkräfte findest.

IT & Co.: Welche Berufe und Branchen sind vom Fachkräftemangel besonders betroffen?

Nicht jede Branche und jeder Beruf ist gleichermaßen vom Fachkräftemangel betroffen. Insgesamt – das ermittelt eine 2022 veröffentlichte Studie des IW Köln – gibt es in Deutschland über eine halbe Million fehlende Fachkräfte.

Die besonders stark betroffenen Berufe sind dabei:

  • Sozialarbeit und Sozialpädagogik (20.578 Fachkräfte fehlen)
  • Kinderbetreuung und -erziehung (20.466)
  • Altenpflegefachkraft (18.279)
  • Bauelektrik-Fachkraft (16.974)
  • Gesundheits- und Krankenpflegefachkraft (16.839)
  • Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikfachkraft (14.013)
  • Informatik-Experte (13.638)
  • Physiotherapie-Spezialist (12.060)
  • Kraftfahrzeugtechnik-Fachkraft (11.771)
  • Berufskraftfahrer (10.562)

Die Erhebung zeigt: Der Fachkräftemangel in der IT und auch im Handwerk ist besonders hoch. Das größte Sorgenkind bleibt – wenig überraschend – die Gesundheitsbranche.

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in deinem Unternehmen

Doch mit welche Maßnahmen kannst du konkret gegen den Fachkräftemangel in deinem Unternehmen ankämpfen? Mitarbeiter finden ist schwierig, Mitarbeiter weiterbilden meist einfacher. Dafür musst du sie aber auch halten – ein wichtiger Punkt.

Damit deine Mitarbeiter dir möglichst lange treu bleiben, solltest du alles dafür tun, dass sie zufrieden sind. Das steigert die Chance einer nachhaltigen und langen Mitarbeiter-Arbeitgeber-Beziehung. Im Rahmen dieser kannst du Angestellte weiterbilden und ihnen so die Kompetenzen vermitteln, die benötigt werden.

Mitarbeiter erwarten zudem einen offenen Arbeitgeber, der angemessene Werte vertritt und mit dem sie sich identifizieren können. Auch das Thema Digitalisierung spielt dabei eine wichtige Rolle. Würdest du in einem digital-rückständigen Unternehmen arbeiten wollen? Wohl kaum. Daher ist es wichtig, sich zukunftsorientiert aufzustellen, um nicht nur für bestehende, sondern vor allem auch neue Mitarbeiter und Fachkräfte interessant zu sein.

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5+ konkrete Tipps, wie du dem Fachkräftemangel entgegenwirken kannst

Die eigenen Mitarbeiter zu fördern, ist nicht das einzige Mittel, um dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Wir stellen dir im Folgenden fünf Tipps vor, wie das gelingen kann:

  1. Langfristige Personalplanungen
  2. Kommunikation im Bewerbungsprozess verbessern
  3. Hochschul- und Universitätspartnerschaften schließen
  4. Attraktive Benefits anbieten – auch für Bestandsmitarbeiter
  5. Fachkräftemangel bewusst einkalkulieren

Wir stellen dir alle fünf Tipps ausführlich vor. Klar ist auch: Kein Tipp für sich funktioniert in der Stärke, dass er das Problem des Fachkräftemangels in deinem Betrieb auf einen Schlag löst. Die Kombination verschiedener Maßnahmen führt dazu, dass du Erfolge verzeichnen kannst. Dafür ist es allerdings nötig, entsprechend Zeit, Kapital und den Willen zur Veränderung zu investieren.

Tipp 1: Langfristige Personalplanungen

Ein Schnellschuss bringt meistens keinen Erfolg. Selbst wenn: Nachhaltig ist dieser Erfolg in der Regel nicht. Gleiches gilt auch für deine Personalplanungen. Ist eine Stelle unbesetzt und du investierst beispielsweise „auf Teufel komm raus“ Unsummen in einen Headhunter, ist die Stelle möglicherweise schnell oder schneller als durchschnittlich besetzt.

Doch ist das nachhaltig? Was passiert, wenn zwei Wochen später ein Kollege kündigt oder die Neueinstellung nach der Probezeit nicht weitermacht? Um dem Fachkräftemangel konkret entgegenzuwirken, ist eine langfristige Personalplanung notwendig.

Dazu zählen beispielsweise eine Analyse der Fähigkeiten und Qualifikationen bestehender Mitarbeiter, die Erstellung von klaren Stellenprofilen, eine klare Recruiting-Strategie und Personalbedarfsplanung oder auch eine Aufschlüsselung, welche Bereiche welchen Workload haben und künftig haben werden oder sollen.

Nur, wenn du einen klaren Überblick über dein Unternehmen hast, kannst du auch das Personal dafür zielgenau rekrutieren. Eine langfristige Personalplanung ist wichtig, um nicht nur Brandherde löschen zu müssen – sondern gar nicht erst ein Feuer entstehen zu lassen.

Tipp 2: Kommunikation im Bewerberprozess verbessern

Viele Unternehmen kommunizieren im Bewerbungsprozess mit ihren Kandidaten nur unzureichend. Entweder gibt es keine Antworten, verspätete Rückmeldungen oder nur standardisierte und wenig individuelle Kommunikation. Dabei sind genau das die Momente, in denen du als potenzieller Arbeitgeber glänzen musst.

Wichtig ist eine zielgruppenorientierte und persönliche Kommunikation auf Augenhöhe. Ein Beispiel: Möchtest du für das Handwerk akquirieren, wo vieles auf persönlicher Ebene abläuft, greif zum Hörer und ruf den Kandidaten an. Gleiches gilt auch für den Vertrieb – so bekommst du nebenbei noch einen Eindruck, wie sich der Bewerber im persönlichen Kontakt schlägt. Für andere Jobs und Zielgruppen reicht möglicherweise auch eine persönliche E-Mail.

Ebenfalls ein No-Go: Vermeidbare Fehler in der Kommunikation. Dazu gehören insbesondere verspätete oder fehlende Antworten und abfällige / nicht-wertschätzende Absagen. Gerade bei ersterem helfen Recruiting- und HR-Tools, die den Bewerbungsprozess digital abbilden. So vergisst du nichts und kannst auch Automatisierungen über diverse Systeme vornehmen.

Bei zweiterem solltest du immer daran denken, dass ein Bewerber, dem du heute absagst, morgen für dich interessant sein kann. Sage also persönlich und wertschätzend ab, bei interessanten Kandidaten lohnt es sich auch, in Kontakt zu bleiben. Baue dir am besten eine Bewerber-Datenbank auf, wo du – soweit zulässig – Bewerberdaten speicherst. So kannst du bei künftigen Stellenbesetzungen zuerst diese Datenbank nach passenden Kandidaten durchforsten.

Du bist dir unsicher, wie du dein Recruiting digital aufstellst? In unserem 23-teiligen Recruiting-Videokurs zeigen wir dir, wie das gelingt.

Tipp 3: Hochschul- und Universitätspartnerschaften schließen

Oft wird der Begriff „Fachkraft“ ausschließlich mit gestandenen Arbeitskräften in Verbindung gebracht – so auch der Fachkräftemangel. Doch der Personalmangel beginnt bereits viel früher. Auch Ausbildungsplätze bleiben reihenweise unbesetzt. Dabei wäre genau das eine Möglichkeit, den Fachkräftemangel zu bekämpfen: indem du selbst deine Fachkräfte aus- und weiterbildest.

Um Zugang zu Studenten, Schülern & Co. zu erhalten, kannst du langfristige Schul-, Hochschul- und Universitätspartnerschaften abschließen. Die gehen über einen Promotionstand an einem Tag der offenen Tür der Universität hinaus. Biete Azubi Days, einen eigenen Tag der offenen Tür oder Betriebsbesichtigungen für Schulklassen an. Bringe dich als Referent aus der Praxis für eine Hochschule ins Gespräch. Biete im Unternehmen Möglichkeiten, eine Abschlussarbeit – Seminar-, Bachelor-, Master- oder sogar Doktorarbeiten – zu schreiben.

Du siehst: Es gibt in diesem Bereich eine Menge Möglichkeiten. Sei kreativ und überlege dir, wie du dauerhaft bei den Institutionen, in denen sich die künftigen Fachkräfte aufhalten, ins Gespräch kommst.

Tipp 4: Attraktive Benefits anbieten – auch für Bestandsmitarbeiter

Damit du langfristig vom Azubi über die Fachkraft bis zum Top-Manager als Arbeitgeber attraktiv bist, musst du eine stimmige Arbeitgebermarke aufbauen. Das gelingt über gezieltes Employer Branding (strategisch) und Personalmarketingmaßnahmen (operativ).

Alleine dieser Tipp ist ein ganzes Buch wert, daher gehen wir speziell auf die beliebten Mitarbeiterbenefits ein. Betriebsfahrrad, Urlaubsgeld, kostenloses Obst, Homeoffice – es gibt viele Benefits, die neue Fachkräfte anlocken sollen. Überlege dir hier, was du deiner Zielgruppe passt. Bist du im Handwerk tätig, könnte ein Benefit beispielsweise sein, dass deine Mitarbeiter Arbeitsgeräte oder Fahrzeuge ausleihen können. Meist sind sie in ihrer Freizeit ebenfalls handwerklich aktiv und könnten etwas brauchen – warum also nicht?

Sei hier – wie auch bei den Partnerschaften aus dem vorherigen Punkt – kreativ. Vergiss dabei einen wichtigen Punkt nicht: Benefits sollten nicht nur für Bewerber gelten und ausgesprochen werden, sondern auch für die bestehende Belegschaft. Ansonsten führt das schnell zu Verstimmungen nach dem Motto „Die Neuen kriegen alles und wir, die uns hier seit Jahren den Allerwertesten aufreißen, nichts.“

Tipp 5: Fachkräftemangel bewusst einkalkulieren

Der Fachkräftemangel ist existent. Auch wenn viele diesen Fakt nicht wahrhaben wollen, ist er Realität. Es nützt nichts, wenn du die Augen davor verschließt und mit „Das wird schon werden“ argumentierst.

Plane den Fachkräftemangel daher bewusst ein. Das bedeutet: Schreibst du beispielsweise fünf Stellen aus, gehe nicht davon aus, dass in der angedachten Zeit alle besetzt werden. Ziehe auch in Betracht, Quereinsteigern eine Chance zu geben, die du mit Weiterbildungsangeboten auf das gewünschte Kompetenzlevel hebst.

Auch Expansionspolitik sollte den Fachkräftemangel berücksichtigen. Es macht keinen Sinn, Bestellungen von Kunden anzunehmen, die du nachher aufgrund fehlendes Personals nicht erfüllen kannst. Plane bewusst mit dem Mitarbeitermangel, der Deutschland (leider) im Griff hat.

Mit smartem Recruiting dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Du wirst nicht jeden Mitarbeiter – egal, wie stark deine Mitarbeiterbindung und reizvoll die Benefits sind – bis zu seiner Rente in deinem Betrieb halten können. Zu sehr verschieben sich die Interessen der Generationen, zu hoch ist die Fluktuation, zu stark entwickelt sich der Wille nach Individualität und Abwechslung in den neueren „Erwerbsgenerationen“.

Daher ist vor allem dein Recruiting wichtig – sei gewappnet und etabliere effiziente Bewerbungsprozesse und ein smartes Talent Management. Im Rahmen unserer Tätigkeit als Digitalberatung stehen wir Unternehmen in Handwerk, IT & Co. beratend in der Digitalisierung und im Recruiting zur Seite.

Daraus hat sich unser Recruiting-Kurs entwickelt, der dir als Videoreihe in 23 Teilen vermittelt, wie du deinen Recruiting-Prozess auf ein neues Level hebst. So wirkst du dem Fachkräftemangel aktiv entgegen – und verhinderst, dass du Kunden und Aufträge ablehnen musst.Du bist bereit, dein Recruiting anzupacken und auf ein neues Level zu heben? Buche jetzt unseren Recruiting-Videokurs und lerne, wie du Top-Mitarbeiter bekommst und dein Recruiting so strukturierst, dass du deutlich weniger Zeit mit Bewerbern verbringen musst.

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