loader
Heyn Home Edit

Theresa Heyn, CEO bei Heyn Home Edit, hat bereits Erfahrungen in der digitalen Transformation sammeln können. In unserem heutigen DRS Interview verrät sie uns, ihre Tipps für mehr Digitalisierung im Unternehmen und was Digitalisierung für sie bedeutet.

Unternehmen: Heyn Home Edit

Mitarbeiteranzahl: 3

Interviewpartner: Theresa Heyn, CEO bei Heyn Home Edit

Hier findest du mehr zu Theresa:

Website: https://heynhomeedit.de/
Patreon: https://www.patreon.com/heynhomeedit
Instagram: https://www.instagram.com/heyn_home_edit/?hl=de
Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/7LGeITONXZe6x55zDM1XYe
Podcast bei Apple: https://podcasts.apple.com/de/podcast/ordnung-ist-das-halbe-leben/id1534100118

Jeder hat eine andere Vorstellung von Digitalisierung. Was bedeutet Digitalisierung für dich?

Für mich bedeutet Digitalisierung, dass ich jetzt einen viel größeren Radius an Kunden betreuen kann. Ich habe jetzt Kunden aus Süddeutschland, Tirol, Baden-Württemberg und Bayern. Das wäre vorher ohne die digitale Produkte und den digitalen Möglichkeiten überhaupt gar nicht möglich gewesen.

Ich kann jetzt ortsunabhängig und teilweise sogar zeitunabhängig arbeiten. Ich kann also durch den Videokurs viele Kunden gleichzeitig betreuen und coachen.

Wie genau sieht die Digitalisierung bei euch im Unternehmen aus? Arbeitet ihr nur digitalisiert oder auch noch analog?

Wenn ich so meinen Alltag betrachte, dann besteht der aus vielen Zoom-Calls. Meine Kundenkontakte habe ich auf dem Trello Board und auf Hubspot. Preview benutze ich für die Content Planung meiner Social Media Accounts. Meine Rechnungen erstelle ich in FastBill. Mein Unternehmen ist also weitestgehend digital aufgestellt.

Ich arbeite nur analog, wenn ich mit meinen Kunden spreche und mir dabei handschriftliche Notizen mache, die ich dann später in Hubspot einpflege. Ich kann also ortsunabhängig arbeiten, da das ganze Wissen in meinem Kopf ist und ich für meine Arbeit nur meinen Computer brauche. Ich bin kein Experte in der Digitalisierung, bin aber digital unterwegs und versuche mich immer weiterzubilden.

Mit welchen Tools arbeitest du im Alltag?

Ich benutze Hubspot und Trello jeden Tag, um dort die Kundendaten zu pflegen. Meine Calls halte ich über Zoom und meinen Kurs habe ich bei Coachie. Meinen Podcast produziere ich über Anchor. Dort habe ich den Vorteil, dass Anchor den Podcast auf allen Plattformen postet.

Für Instagram nutze ich Preview, um strategisch meine Posts, Reels und Stories vorzubereiten und auch automatisch posten zu lassen. Für Instagram Hashtags nutze ich Hashtag-Group, da ich dort alle Hashtags mit verschiedenen Themen hinterlegt habe. Über meine Website nutze ich noch Calendly, wo meine freien Termine zu sehen sind und sich Kunden, Termine mit mir buchen können.

Was sind aus deiner Sicht die größten Chancen, die sich aus der Digitalisierung ergeben?

Die größte Chance, die sich aus der Digitalisierung für mich ergibt, ist die Zeit- und Ortsunabhängigkeit. So konnte man als Schüler beispielsweise ortsunabhängig am Unterricht teilnehmen und das definiert die Schulpflicht ganz neu.

Die Digitalisierung bringt mir im Beruf sehr viel Freiheit ein. So könnte ich auch meine Kunden in Bali am Strand betreuen, da ich mein Wissen in meinem Kopf habe. Der Kurs läuft und bei Fragen können mir meine Kunden auf WhatsApp schreiben.

Worin liegen die größten Risiken, wenn ein Unternehmen die Digitalisierung verpasst?

Ich habe ein Beispiel, was zunächst nichts mit meinem Business zu tun hat. Wir haben hier in unserem Ort mehrere italienische Restaurants. Das eine Restaurant hatte nur eine Kreidetafel mit ihrem Mittagstisch vor der Tür stehen und das wirkte nicht so einladend. Das andere Restaurant hatte wiederum das ganze Online-Bestellsystem und 

ihre ganze Karte digitalisiert. Durch diese Online-Bestellung hat das Restaurant deine E-Mail Adresse und jetzt schicken die einmal die Woche ihren Mittagstisch per E-Mail.

Das Restaurant ohne Digitalisierung kämpft jetzt ums Überleben und das Restaurant mit Digitalisierung hat viele neue Kunden gewonnen. Der Betrieb mit Digitalisierung geht als Gewinner hervor und damit will ich sagen, dass die Digitalisierung heutzutage essentiell ist, um auf dem Markt zu überleben.

Was wäre der erste Schritt, um das Thema “Mehr Digitalisierung” in deinem Unternehmen voranzubringen?

Bei mir war das Thema “Mehr Digitalisierung” im Unternehmen eine Mischung aus Zufällen, Ratgebern und eigenen Recherchen. Ich habe damals mit einem Podcast angefangen und da konnte ich meine Person und meine Arbeit nach außen tragen.

Dann habe ich angefangen meinen Instagram Account professioneller zu gestalten. Ich habe dann mit visuellen Branding gearbeitet und angefangen strukturiert den Content zu posten.

Daraufhin kamen dann weitere Empfehlungen von Leuten rein, die in ähnlichen Situationen waren. Ich fing dann also an, immer mehr digitale Tools in meinem Unternehmen zu integrieren. Es ist ein Weg und ein Lernprozess.

Für welche Prozesse würdest du die Digitalisierung nutzen?

Ich möchte die Digitalisierung verstärkt nutzen, um in Zukunft Mitarbeiter einzustellen. Ich möchte kein Büro anmieten, sondern so lange oder so viel wie möglich remote arbeiten. Meine Mitarbeiter sollen dann ortsunabhängig ihre Arbeit erledigen können. 

Für meinen Bereich finde ich es einfach veraltet, ein Büro anzumieten und feste Arbeitszeiten festzulegen. Wenn ich jetzt eine Person hätte, die meine E-Mails beantwortet, dann kann die Person das auch abends zuhause um 9 machen.

Wie sehr ist die Kultur ein wichtiger Faktor bei der Digitalisierung?

Ich habe eine Freundin in Österreich, die in einer ländlichen Gegend wohnt und da merke ich schon, dass wir gesellschaftlich an einem anderen Punkt sind als auf dem Land. So finde ich, dass die Norddeutschen sehr direkt sind und da merke ich durchaus die kulturellen Unterschiede.

Dann kommt es auch auf die Altersgruppe und die Generation an. Viele erkennen die Digitalisierung als Chance gar nicht an, wie zum Beispiel Instagram als kostenfreies Tools. Die Kulturen zwischen den Generationen unterscheidet sich also auch, vor allem im Mindset. Viele Leute über 40 haben nichts mit Social Media zu tun.