Digitalisierung in Deutschland: Wie fit sind wir im Ländervergleich?

Digitalisierung Deutschland

Eine der beliebtesten Stammtischparolen und geflügelten Sätze der letzten Jahre in Bezug auf die deutsche Wirtschaft: „Wir verschlafen die Digitalisierung komplett“, „Der digitale Wandel läuft in Deutschland extrem schleppend“ oder „Die anderen Länder sind uns meilenweit in der digitalen Transformation voraus“.

Während an Stammtischen und Privatgesprächen oftmals Behauptungen ohne den Blick auf valide Studien und Statistiken aufgestellt werden, beschäftigen wir uns mit den Hintergründen dieser Aussage. Steht Deutschland in der Realität wirklich so schlecht dar, wie vermutet wird? Wie fit ist Deutschland im Ländervergleich?

Gerade als Unternehmer oder Entscheider, ob im Handwerk oder der Industrie, angestellt bei einem Betrieb im Mittelstand oder Geschäftsführer eines Großkonzerns: Das Wissen über die digitale Entwicklung Deutschlands ist wichtig.

So viel sei zu Beginn verraten: Was im ersten Moment nach Stammtischparole klingt, entpuppt sich als treffendes Abbild der Realität. Du erfährst in diesem Artikel…

  • …was Digitalisierung bedeutet
  • …warum es als Unternehmer wichtig ist, sich dem digitalen Wandel zu stellen
  • …wie es um Deutschland im internationalen Vergleich steht
  • …welche Chancen und Vorteile die Digitalisierung bietet

Eines ist unbestritten: Der digitale Wandel schreitet immer weiter voran. Gerade im Alltag sind die Entwicklungen infolge moderner und vor Jahrzehnten unvorstellbarer Technologien spürbar.

Autonomes Fahren, Staubsauger- und Mähroboter, Sprach- und Gesichtserkennung oder immer reibungsloser funktionierendes Online-Shopping. Damit diese Leistungen, Produkte und Services für Privatpersonen im täglichen Leben funktionieren, muss es Unternehmen, Organisationen und Institutionen geben, die diese entwickeln und produzieren.

Doch was bedeutet Digitalisierung in Bezug auf Unternehmen überhaupt?

Was ist Digitalisierung?

Während manche gesellschaftliche, technologische oder strukturelle Entwicklungen nur bedingt Wirtschaftsunternehmen oder vereinzelte Branchen betreffen, ist der digitale Wandel ein umfassendes Thema.

Digitalisierung ist weder ein vorübergehender Trend noch eine Phase, sondern eine bahnbrechende und nicht aufzuhaltende Entwicklung, die bereits im Standard angekommen bist. Sich als Unternehmer oder Entscheider damit auseinanderzusetzen, ist also Pflicht.

Das gilt für große wie kleine Organisationen, für den Handwerker um die Ecke wie für den börsennotierten Großkonzern. Und davon gibt es jede Menge: Alleine in Deutschland sind laut aktuellen Erfassungen rund 3,4 Millionen steuerpflichtige Unternehmen gemeldet, 2004 waren es noch 500.000 weniger.

Viele bis alle davon haben sich das Thema „Digitalisierung“ und „digitale Transformation“ auf die Fahnen geschrieben. Um ein einheitliches Begriffsverständnis zu entwickeln, definieren wir bei DRS Consulting den Begriff Digitalisierung wie folgt:

Digitalisierung bezeichnet die Integration digitaler Technologien in bestehende Prozesse und Geschäftsmodelle. Der Begriff steht gleichzeitig auch für die Automatisierung solcher Geschäftsprozesse. Ziel der Digitalisierung ist eine effizientere und effektive Arbeit innerhalb einer Organisation zu ermöglichen.“

Der Begriff „digitale Transformation“ grenzt sich davon ab beziehungsweise erweitert die Definition der Digitalisierung um einen wesentlichen Punkt. Während im Rahmen des digitalen Wandels lediglich Bestehendes vereinfacht und optimiert wird, steht die digitale Transformation für das Schaffen von Neuem.

Was ist damit gemeint? Neue Technologien ermöglichen neue Geschäftsmodelle, innovative Technik sorgt teilweise für eine Disruption ganzer Branchen. Beispiel gefällig? Uber & Co. revolutionieren die Taxibranche, schon längst läuft die Mobiltelefonie dem Festnetz den Rang ab, gleiches gilt für den Kampf zwischen Onlinehandel und Einzelhandel. Neue Entwicklungen lassen sich beispielsweise im Apothekensektor und der Telemedizin beobachten.

In den im weiteren Verlauf vorgestellten Studien und aufgeführten Statistiken unterscheiden die Urheber – wie wir auch – nicht im Detail zwischen den beiden Begriffen. Wenn immer von Digitalisierung, dem digitalen Wandel oder der digitalen Transformation gesprochen wird, ist damit eine Veränderung von Geschäftsprozessen auf Basis neuer Technologien gemeint.

Warum ist die Digitalisierung gerade in Deutschland so wichtig?

Deutschland liegt im weltweiten Vergleich (Stand: 2020) der wirtschaftsstärksten Nationen gemessen am Bruttoinlandsprodukt auf einem vierten Platz hinter der USA, China und Japan.

Um diese starke Stellung auch in Zukunft verteidigen zu können, müssen im Bereich der Digitalisierung und der digitalen Infrastruktur Investitionen erfolgen. Das gilt für den deutschen Staat im Großen, aber für jedes Unternehmen auch im Kleinen.

Hier kommst du als Entscheider oder Inhaber, Geschäftsführer oder Manager eines Unternehmens ins Spiel: Als Verantwortlicher ist es deine Pflicht, dich mit dem Thema des digitalen Wandels in deiner Organisation auseinanderzusetzen.

Digitalisierung ist dabei stets ganzheitlich zu betrachten, sie ist im Strategiesinne übergeordnet zu betrachten und nimmt Einfluss auf alle Bereiche des Unternehmens. Transformation erfolgt nicht nur auf Prozessebene, sie muss auch in der Kommunikation, kundenseitig oder auf Produktebene vorangetrieben werden.

Warum das gerade in Deutschland so wichtig ist? Ein Blick auf den aktuellen Status der Digitalisierung in Deutschland verdeutlicht die Notwendigkeit klarer Digitalstrategien und starker Umsetzer wie DRS Consulting.

Interessierst du dich für die Hintergründe von DRS Consulting? Im Interview mit Unternehmer Erik Freutel geben die beiden Entscheider und Verantwortlichen Dr. Artur und Aliona Schäfer Einblicke in ihre Digitalstrategie und wie sie erfolgreich Unternehmen bei deren Digitalisierung begleiten.

Deutschland im Ländervergleich: Wie schneiden wir europaweit ab?

Die Digitalisierung ist ein Thema, das die Menschen bewegt – im Privaten, der Politik und in der Wirtschaft. Dementsprechend finden sich dutzende bis hunderte repräsentative Studien und Erhebungen zum Digitalisierungsgrad von Deutschland im Ländervergleich.

Der Digital Economy and Society Index (DESI) wird von der Europäischen Kommission veröffentlicht und thematisiert den Digitalisierungsgrad der Länder Europas in einer Gesamtbetrachtung. Die Studie des Jahres 2021 sieht Deutschland im Mittelfeld, ein Auszug der Platzierungen:

  • Rang 1: Dänemark
  • Rang 2: Finnland
  • Rang 3: Schweden
  • Rang 10: Österreich
  • Rang 11: Deutschland
  • Rang 12: Belgien
  • Rang 27: Bulgarien
  • Rang 28: Rumänien

Digitalisierung Deutschland Europa Vergleich

Das wirkt auf den ersten Blick im Kontext der Gesamtplatzierungen zwar nicht der Weltstellung Deutschlands entsprechend, aber bewegt sich im Rahmen.

Ein Blick auf ein zweites Ranking, das wir vorstellen, erweitert die Betrachtung jedoch um einen interessanten Aspekt. Wie entwickelt sich die Digitalisierung in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren?

Die aus dem Jahr 2021 stammende und damit aktuelle Studie des Berliner European Center for Digital Competitiveness (ECDC) zeigt: Deutschland hinkt hinterher und entwickelt sich deutlich schwächer als fast alle europäischen Länder. Die Spitzenplätze bezogen auf die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr belegen andere Nationen:

  1. Litauen
  2. Ungarn
  3. Spanien

Deutschland belegt unter allen analysierten Staaten vor Albanien den vorletzten Platz. Einer der Studienleiter, Philip Meissner, erweitert den Horizont über ein Jahr hinaus: „Deutschland hat sich in den letzten drei Jahren deutlich zurückentwickelt. Es wird zwar viel über Digitalisierung gesprochen, aber es passiert zu wenig.“

Der Untersuchung liegen verschiedene Faktoren von Ökosystemaspekten (beispielsweise Bürokratie und Ausbildungsniveau) bis zur Einstellung der Bevölkerung zugrunde.

Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz besitzen 74 Prozent der Unternehmen in Deutschland eine Digitalisierungsstrategie. Beim Blick auf die vorgestellten Studien stellt sich die Frage, warum Deutschland so weit hinterherhinkt.

Gehörst du zu den 26 Prozent, die noch keine Digitalstrategie verfolgen? Oder bist du mit der aktuellen Entwicklung deiner Digitalisierung unzufrieden? Wir helfen dir gerne, aus dieser Zwickmühle zu entkommen. Als praxiserprobte Umsetzer analysieren wir mit dir im ersten Schritt deine Ist-Situation, bevor wir eine individuelle Strategie zur Erreichung deiner Digitalziele entwickeln. So optimieren und automatisieren wir deine Prozesse, kurbeln deine Umsätze an und sorgen dafür, dass dein Unternehmen fit für die digitale Zukunft wird.

Worauf wartest du noch? Sichere dir jetzt einen unverbindlichen Gesprächstermin mit einem unserer Experten. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme!

Digitalisierung in Deutschland im weltweiten Vergleich

Der Blick rein auf die europäischen Verhältnisse in Bezug auf die digitale Entwicklung reicht nicht aus. Zu vernetzt und global agiert die Wirtschaft in einer immer näher zusammenrückenden Welt. Daher stellt sich die interessante Frage: Schneidet Deutschland im weltweiten Digitalisierungsvergleich ähnlich schlecht ab wie im europäischen „Kräftemessen“?

Ein erstes Indiz liefert die Studie der ECDC, die neben den europäischen Entwicklungen auch die weltweiten Veränderungen der Digitalisierung der Volkswirtschaften analysiert. Um einen relevanten Vergleich zu erhalten, stellen wir das Ranking der G20-Staaten, also der 20 wirtschaftsstärksten Nationen weltweit, vor. Diese haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt digital entwickelt:

  • Rang 1: China (+211 Punkte)
  • Rang 2: Saudi-Arabien (+169 Punkte)
  • Rang 3: Brasilien (+88 Punkte)
  • Rang 10: Südkorea (+-0 Punkte)
  • Rang 11: Australien (-18 Punkte)
  • Rang 17: Deutschland (-179 Punkte)
  • Rang 18: Japan (-190 Punkte)

Auch die weltweite kurzfristige Entwicklung zeigt also, dass es massiven digitalen Aufholbedarf in Deutschland gibt. Wie steht es um Deutschland jedoch im übergeordneten und allgemeinen Vergleich? Auf welchem Rang landet das Land der Dichter und Denker, was den Digitalisierungsgrad angeht?

Eine Studie von Surfshark (Digital Quality of Life) aus dem Jahr 2020 untersucht die digitale Lebensqualität für die Menschen in den beobachteten Ländern. Unter den rund 85 analysierten Ländern stechen Dänemark, Schweden, Kanada, Frankreich und Norwegen hervor. Deutschland landet auf dem 16. Rang und schneidet vor allem in den Kategorien „Internetqualität“ (Rang 32) und „Bezahlen im Internet“ (Rang 24) schlecht ab.

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Im Digital Transformation Index von Dell aus dem Jahr 2020 ergibt sich ein ähnliches Bild. Die Studie vergleicht den digitalen Reifegrad von 18 Ländern. Mit lediglich 56 von 100 möglichen Punkten landet Deutschland im hinteren Mittelfeld.

Alle Studien haben eines gemeinsam: Sie zeigen, dass Deutschland im internationalen Wettbewerbsvergleich weit hinterherhinkt. Zwar gibt es in den letzten Jahren in vielen Branchen positive Tendenzen, übergeordnet ist aber dennoch noch Luft nach oben.

Ein Blick auf die vielen Vorteile und Chancen, die der digitale Wandel bietet, verwundert das. Nimm die digitale Zukunft deines Unternehmens also am besten selbst in die Hand.

Chancen und Vorteile der Digitalisierung in Deutschland

Vor allem in Branchen, die als traditionell oder wenig zukunftsgerichtet gelten, gibt es starkes Potenzial, sich durch eine klare und strukturierte Digitalstrategie vom Wettbewerb zu lösen und eine Pole-Position im Konkurrenzvergleich einzunehmen. Das Handwerk zählt beispielsweise zu diesen Berufsrichtungen.

Mit einem Digitalplan kannst du Geschäftsprozesse automatisieren und standardisieren. Dadurch generierst du nicht nur Einsparpotenzial, sondern schaffst umgehend neue Kapazitäten und Freiräume. Diese kannst du wiederum zur Individualisierung nutzen.

Gleichzeitig erleichtert der digitale Wandel die Bürokratie, führt zu schnellen Entscheidungsprozessen und optimiert die Kommunikation – sowohl intern wie extern mit Lieferanten und Kunden.

Diese profitieren ebenfalls vom digitalen Wandel in deinem Unternehmen. Als kundenzentrierte Organisation sollte deine Kundschaft stets an erster Stelle stehen. Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Herausforderungen kannst du besser verstehen und bedienen, wenn du auf moderne Technologien setzt. So schaffst du einen noch größeren Mehrwert – und deine Kunden werden zu Multiplikatoren, die dich weiterempfehlen.

Das sind nur einige der zahlreichen Chancen und Vorteile, die dir der digitale Wandel bietet. Hier erfährst du noch mehr darüber, wie du von der digitalen Transformation profitieren kannst.

Digitalisiere dein Unternehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben

Was bleibt von diesem Exkurs in die Weltwirtschaft und Deutschlands Stellung in Bezug auf die Digitalisierung in dieser? Es ist noch sehr viel Luft nach oben. Egal, aus welcher Perspektive: Jede Studie kommt zum Schluss, dass es noch reichlich Aufholbedarf gibt.

Das darf jedoch für dich als Unternehmer oder Entscheider keine Ausrede sein. Wenn du im Hier und Jetzt stehen bleibst und dich nicht mit den Möglichkeiten der Digitalisierung auseinandersetzt, läufst du mittel- bis langfristig Gefahr, deine Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

Was also dagegen tun? Ärmel hochkrempeln und den digitalen Wandel nutzen. Da dieser zahlreiche Herausforderungen und Hürden mit sich bringt, hilft ein erfahrener Partner an deiner Seite. Bei DRS Consulting arbeiten wir seit über zehn Jahren mit Unternehmen aus Handwerk, Industrie, Mittelstand & Co. zusammen und setzen erfolgreich Digitalstrategien um.

Gemeinsam analysieren wir deine Situation und gehen auf jedes noch so kleine Detail deiner Anforderungen ein. So entsteht ein individueller und praxiserprobter Digitalisierungsplan, der dich und dein Unternehmen auf die nächste Stufe hebt und in die digitale Zukunft führt.

Du brauchst nicht auf die nächste Studie zur Digitalisierung in Deutschland warten. Geh es gemeinsam mit uns aktiv an. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme!

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