Sie halten es für schwer vorstellbar, dass die gegenwärtige Krise auch etwas Gutes an sich haben könnte? Es wäre nicht die erste Krise, die langfristige und grundlegende Innovationen hervorbringen würde. Beispiele gefällig?

Die Herausforderung, während des Zweiten Weltkriegs feindliche Nachrichten zu entschlüsseln, beflügelte die Entwicklung von Computern.

Eine Cholera-Pandemie führte im 19. Jahrhundert zur Entstehung eines komplett neuen Wissenschaftsgebiets, der Epidemiologie. 

Diese Innovationen waren natürlich nicht gesteuert und geplant. Auch wir werden erst in einigen Jahren sehen, ob diese Krise Neuerungen hervorgebracht hat und wenn ja, welche. Aber es existieren Chancen für Unternehmen in diesen Zeiten. Welche Chancen fragen Sie? Lesen Sie weiter!

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Gute Zeiten für Start-ups

Unternehmensgründungen sind immer eine Herausforderung – ganz sicher jedoch in finanzieller Hinsicht. Warum sollten also Start-ups nicht auch und gerade jetzt an den Start gehen? Voraussetzung ist natürlich, dass die Geschäftsidee und das Betätigungsfeld stimmen. Aber auch das ist eine Binsenwahrheit, die immer gilt.

Es liegt auf der Hand, dass insbesondere Innovationen im Bereich Telearbeit und Online-Bildung derzeit vielversprechend sind. Auch die Telemedizin, medizinische Ausrüstung und alles rund um das Thema persönliche Fernbetreuung sind gefragt wie nie zuvor.

Darüber hinaus wird ein Start-up mit einer zündenden Marktidee im Bereich Umwelt überall offene Türen einrennen. Gerade jetzt sind staatliche Förderprogramme vorhanden und Geldgeber suchen nach lohnenden Investitionen. 

Außerdem werden derzeit langfristige Veränderungen in der Gesellschaft, im Konsumverhalten und den Bedürfnissen ausgelöst. Das eröffnet eine ganze Palette an Geschäftsmöglichkeiten für Neugründungen – vorausgesetzt, Sie sind in der Lage, diese Veränderungen zu erkennen. Wie sieht die mittelfristige Zukunft im eCommerce aus? Welche Trends gibt es im Payment-Bereich? Welche Gesundheits-Services werden nachgefragt?

Sie sehen: für Start-ups oder Unternehmen mit Vision gibt es wenig gute Gründe, den Markteintritt auf die Zeit nach Corona zu verschieben. Sie befinden sich in guter Gesellschaft: Airbnb, WhatsApp und Dropbox wurden in den Zeiten der globalen Finanzkrise 2007 bis 2009 gegründet.

Starten Sie eine Revolution in Ihrem Unternehmen

Viele Unternehmen leiden unter zu viel Bürokratie, langsamen Abläufen oder überkommenen Hierarchien. Dies blockiert Mitarbeiter, die Geschäftsentwicklung, die Perspektiven.

Jetzt ist der Zeitpunkt für eine Veränderung. Nutzen Sie die Phase, in der viele Volkswirtschaften auf Sparflamme laufen, für eine selbstkritische Bestandsaufnahme. Durchbrechen Sie starre Systeme, beschleunigen Sie Prozesse, entrümpeln Sie die Vorgaben.

Schließlich können auf einmal Mitarbeiter von zuhause arbeiten. Ihr wichtigster Umsatzanteil läuft plötzlich über Onlinekanäle. Wenn dies vor der Krise abgelehnt wurde mit dem Argument: „Das geht nicht! Das ist zu schwierig!“, dann wissen Sie: es gibt noch einiges an Optimierungspotenzial. Wichtig ist, diesen Innovationsmodus auch in Zukunft beizubehalten.

Stärken Sie Ihre Widerstandsfähigkeit durch einen Technologieschub

Dieses wird sicher nicht die letzte Krise gewesen sein, mit der wir konfrontiert sind. Aber auch in „normalen“ Konkurrenzsituationen sind Widerstandsfähigkeit und Durchhaltevermögen gefragt.

Das bedeutet: machen Sie Ihr Unternehmen krisensicher durch Digitalisierung und Automatisierung. Die Bandbreite der Möglichkeiten variiert je nach Unternehmen. Das können banale Dinge sein, wie Einführung eines CRM oder konsequente Digitalisierung der Dokumente. Das kann auch eine Automatisierung (teil-)manueller Prozesse sein und die Möglichkeit, dadurch Mitarbeiter für wertschöpfende Aufgaben einzusetzen. 

Eine verstärkte, intelligente Nutzung von Technologie öffnet sehr oft die Tür für mehr Produktinnovation, Datensicherheit, höhere Kundenzufriedenheit und Kosteneffizienz. Allerdings sollte zielgenau investiert werden, um den maximalen Mehrwert für ein Unternehmen herauszuholen. Breitgestreute Schüsse mit der Schrotflinte vergeuden oft Zeit und finanzielle Mittel ohne einen adäquaten Mehrwert zu bringen.

Nutzen Sie die Goldgrube in Zeiten der Krise: Daten

Hier geht es nicht nur um betriebliche Kennziffern, Marktdaten und technische Daten. Mit einem kompletten Verständnis Ihrer Kundendaten können Sie den größten Schatz heben. Gerade in Krisenzeiten wird umso entschlossener und härter um Kunden gekämpft. Unternehmen, die mittel- und langfristig erfolgreich sein wollen, können sich hier nicht einfach zurücklehnen.

Identifizieren Sie die profitabelsten Kunden, erkennen Sie deren bevorzugten Bedürfnisse, stärken Sie die Beziehungen.

Aber selbst Unternehmen, die noch zu Beginn des Jahres 2020 große Mengen an Kundendaten gesammelt hatten, befinden sich teilweise wieder am Ausgangspunkt, in der gleichen Situation wie Unternehmen, die sich in unbekannte Märkte wagen oder neue Zielgruppen ansprechen.

Denn das Konsum- und Käuferverhalten hat sich massiv gewandelt und ist – außer einigen grundlegenden Trends – schwieriger zu interpretieren und vorherzusagen. Im Klartext: Sie sollten nicht davon ausgehen, dass die Daten, die sie vor der Corona-Krise gesammelt haben, auch in Zukunft genaue Prognosen und zielgerichtetes Handeln ermöglichen.

Suchen Sie Einsparpotenzial, das keinem wehtut

Natürlich ist es nicht realistisch so zu tun, als ob man in einer derartigen Krise so weitermachen könne, als sei nichts geschehen. 

In einer solchen Lage ist es für viele Unternehmen unvermeidlich, die Kosten zu senken. Aber das muss nicht auf Kosten der Qualität oder eines guten Kundenservices gehen. Sie können gleichzeitig das Kundenerlebnis und die Effizienz verbessern, indem Sie die digitale Selbstbedienung für Kunden ausweiten und optimieren. Je nach Branche sind Service und Vertrieb über Internetkanäle kostengünstiger als filial- und telefonbasierte Ansätze. Natürlich ist dieses Unterfangen nicht von heute auf morgen zu stemmen und basiert auf einer guten Analyse und intelligenten Umsetzung. Aber wenn Ihr Unternehmen langfristig prosperieren soll, führt daran kein Weg vorbei.

Ein weiteres Feld für Optimierung ist eine oft radikale Vereinfachung des Produktportfolios. Auch hier gilt: mit einem guten Auge für die Zahlen und einem Gespür für die Trends kann dies unterm Strich sehr profitabel sein.

Stellen Sie den Kunden in den Mittelpunkt

Niemand wird Ihnen verübeln, wenn Ihre Gedanken vorwiegend um die Situation Ihres Unternehmens kreisen: „Wie steht es mit dem Cash-Flow? Wie lange halten die Reserven?“ 

Niemand wird Ihnen das verübeln – außer die Kunden, wenn sie merken, dass sie nicht mehr im Mittelpunkt stehen, dass andere Anbieter besseren Service bieten oder attraktivere Angebote machen. Zunehmend an Bedeutung gewinnt außerdem die soziale Komponente eines Unternehmens.

Die Art und Weise, wie Unternehmen – gemäß ihrer Möglichkeiten – gesellschaftliche Verantwortung übernehmen wird immer mehr zu einem Kaufkriterium. Wie steht es mit Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Fairness? Wie werden die eigenen Mitarbeiter behandelt? Wie kulant zeigt sich ein Anbieter gegenüber Kunden?

Unabhängig von dem generellen Trend: in schwierigen Zeiten reagieren Konsumenten noch feinfühliger auf Werte und ethisches Verhalten 

Diese Einschätzung ist für Kunden kurzfristig, bei einer Kaufentscheidung wichtig. Wenn sich das positive Bild verfestigt, wird es jedoch noch lange nach der Krise anhalten.

Nehmen Sie die Corona-Challenge an!

Es hilft nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Wir möchten Ihnen Mut machen. Mut zu Veränderungen, zu Innovationen und zu unternehmerischem Handeln. Wir können als Ideengeber unterstützen. Wir teilen mit Ihnen das Wissen über digitale Lösungen und Strategien. Wir helfen mit strukturiertem Vorgehen. Handeln müssen Sie selbst!

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