Ab wann lohnt es sich ein Unternehmen zu digitalisieren?

Wir könnten natürlich in bester Ratgebermanier sagen: Wenn Sie mehr als fünf dieser Fragen mit Ja beantworten, lohnt es sich stärker zu digitalisieren. Aber das wäre nicht seriös. Denn natürlich lassen sich nicht alle Unternehmen und alle Branchen über einen Kamm scheren. 

Für das eine Unternehmen mag eine veraltete Technologiebasis tragbar sein, weil die Marge trotzdem noch halbwegs stimmt. Die Betonung liegt auf „noch“. 

Für ein anderes Unternehmen kann es akzeptabel sein, wenn die Effizienz-Kennziffern unterhalb des Branchendurchschnitts liegen. Die Frage ist: Wie lange kann das gutgehen?

Lesen Sie weiter, um die Knackpunkte zu erfahren, die eine Digitalisierung dringend nötig machen.

Verursachen Ihre Softwaresysteme Frustrationen bei Kunden und Mitarbeitern?

Das ist oft ein Indikator, dass die Systeme entweder schlecht implementiert oder ganz einfach hoffnungslos veraltet sind. Veraltete Systeme hindern viele Unternehmen daran, ihre Innovationsziele zu erreichen. Denn diese lassen sich oft nicht mit neuen Technologien integrieren. 

Denken Sie an mobile Nutzer, die inzwischen in einigen Branchen bereits etwa 70 % der Website-Besucher ausmachen – Tendenz steigend. 

Denken Sie an den permanent steigenden Anteil des eCommerce am Umsatz.

Denken Sie an die Herausforderung, möglichst in allen Unternehmensbereichen aktuelle Zahlen und Kennziffern zu haben oder für ein optimales Marketing das Kundenverhalten mit Markttrends unter einen Hut zu bringen. Big Data kann sich für veraltete Systeme sehr schnell als „too big“ erweisen, wenn sie die anfallende Datenlawine nicht bewältigen können. 

Damit steht Ihr Unternehmen über kurz oder lang mit dem Rücken zur Wand.

Merken die Kunden vor Ihnen, dass Ihre internen Prozesse einfach zu lange dauern?

Langsame Reaktionszeiten, erhöhte Lieferzeiten, umständliche Kommunikation?

Das kann daran liegen, dass Ihre Abläufe aus zu vielen manuellen Teilen bestehen, Systembrüche existieren oder Ihre Systeme überhaupt nicht integriert sind.  

Dabei sind integrierte Cloud- und Kommunikationsinfrastrukturen unverzichtbar, wenn es um schnelle und verlässliche Informationsverarbeitung geht. Anwendungsplattformen und -dienste mit servicebasierten Architekturen und offenen Schnittstellen sind die Basis dafür, dass da immer mehr Menschen, Geräte und „Dinge“ miteinander verbunden sein können.

Das mag kompliziert klingen, bringt jedoch in den meisten Fällen eine drastische Vereinfachung. Durch Virtualisierung, Automatisierung und die Integration von Betriebsprozessen sind starke Effizienz- und Geschwindigkeitsgewinne realisierbar.

An diesen Punkten lassen sich die Hebel ansetzen, um Ihr Unternehmen in puncto Digitalisierung einen großen Schritt voranzubringen. 

Ein Weckruf für Digitalisierung: Hängt die Konkurrenz Sie ab?

Wenn ein Mitbewerber einen brandneuen und besseren Weg findet, die Probleme Ihrer Kunden zu lösen, müssen Sie darauf reagieren. 

Sie müssen aber auch aktiv werden, wenn wichtige Kennzahlen schlechter ausfallen als die Ihrer Konkurrenten. Auf lange Sicht können Sie

  • die grottenschlechte Lagerumschlagshäufigkeit
  • den hohen Anteil der Kunden, den Sie innerhalb eines Zeitraums verloren haben
  • die niedrigere Profitabilität pro Bestellung

nicht durchhalten. 

Das waren nur einige wahllos herausgegriffene Kennziffern. Es gibt viele davon, mehr oder weniger wichtige. Die meisten lassen sich durch eine intelligent eingesetzte Strategie der Digitalisierung in den positiven Bereich katapultieren.

Wenn Sie

  • noch Altsysteme verwenden
  • viele Prozesse, die automatisiert werden könnten, manuell ausführen
  • merken, dass die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Kunden umständlich ist
  • mit Stift und Papier statt mit einer Cloud-Lösung arbeiten

sind das Symptome, die darauf hindeuten, dass Sie es mit echten Problemen zu tun haben, die mit digitalen Lösungen gelöst werden können.

Auch wenn Sie der Meinung sind, zumindest in der Mitte der technologischen Neuerungen angekommen zu sein, Ihre Konkurrenten sind vermutlich bereits einen Schritt weiter.

Bieten Sie ein komplettes Kundenerlebnis vom Kauf bis zum Service?

Sie mögen nun sagen: Ja, sobald der Kunde unser Geschäft betritt, sind wir für ihn da. Wir haben reiche Auswahl, konkurrenzfähige Preise und bieten eine gute Beratung.

All das ist sehr gut, aber es wird bereits in naher Zukunft nur noch in sehr wenigen Branchen und Lagen ausreichend sein. Es geht vielmehr um die Möglichkeit, neue digitale Serviceangebote zu bieten. Das gilt so überraschend das klingen mag für den Baumarkt genauso wie für eine Wirtschaftsberatung.

Erfolgreiche digitale Unternehmen stellen das Kundenerlebnis in den Mittelpunkt aller Prozesse und Abläufe ihrer digitalen Transformationsreise. Sie bieten ihren Kunden ein personalisiertes, kontextbezogenes und aussagekräftiges Erlebnis über den gesamten Customer Engagement Lifecycle. 

Soweit die abstrakte Darstellung. Konkret kann das zum Beispiel Folgendes sein

  • kundenfreundliche, interaktive Produktrecherche von allen Devices („Omnichannel“-Fähigkeit)
  • Einsatz von Virtual Reality Technologien, um den Kunden Produkte auch anschaulich darzustellen, ohne dass sie in Ihre Verkaufsräume kommen müssen
  • Produktempfehlungen aufgrund der Kaufhistorie oder basierend auf dem allgemeinen Kundenprofil (ermöglicht durch aktuelle Kunden- und Marktinformationen und durch das Sammeln, Analysieren und Handeln von Daten an jedem Kontaktpunkt)
  • nahtloser Übergang zum Kaufvorgang mit Optionen zum Abholen („Buy online, pick up in store“) oder Lieferung nach Hause

Die Möglichkeiten, die sich aus einer intelligent konzipierten Digitalisierungsstrategie ergeben, sind für jedes Unternehmen leicht unterschiedlich. Aber sie sind überaus vielfältig.

Digitalisierung verschlafen? Diese Fragen sollten Sie sich dringend stellen!

Wir kommen nun doch noch zu der berüchtigten Checkliste zum Abhaken, die natürlich nicht ganz wörtlich zu nehmen ist. Sie kann Ihnen jedoch andeuten, ob Sie reagieren müssen.

  • Haben Sie manuelle Arbeitsabläufe, die automatisiert werden könnten?
  • Übersteigen die Wartungskosten für Ihre Software den Wert, den sie bietet? 
  • Können Sie neue Info-Quellen erschließen, um Feedback über die Bedürfnisse Ihrer Kunden zu erhalten?
  • Sind Sie sich der Wettbewerber bewusst, die neue Wege anbieten, um Kundenbedürfnisse zu erfüllen?
  • Wissen Sie, welche Kanäle Ihre Zielgruppen nutzen?
  • Ist Ihre Website für mobile Nutzer angepasst & responsive?
  • Können Sie Ihr traditionelles Produkt / Ihre Dienstleistung mit einer mobilen App ergänzen?
  • Sind Sie auf dem Laufenden über die neuesten Trends in Ihrer Branche?

Kein Unternehmen verfügt über unbegrenzte Ressourcen, um in digitale Innovationen zu investieren. Andererseits bedeutet der Aufbau eines funktionalen Technologie-Stacks nicht zwangsläufig, dass Sie alles verschrotten und neu beginnen müssen. 

Wir sind gerne bereit, die wichtigen Fragen zu stellen, die richtigen Antworten zu liefern und Ihnen den Weg zu einer erfolgreichen Digitalisierung Ihres Unternehmens zu ebnen. Sprechen Sie uns an!

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